Paar - Eltern - Kind

„In den Kindern erlebt man sein eigenes Leben noch einmal, und erst jetzt versteht man es ganz“ – Søren Kierkegaard, dänischer Philosoph 

Vom Paar Sein zum Eltern Werden: Kinderwunsch – Wunschkind?

Irgendwann im Laufe einer Partnerschaft entsteht wahrscheinlich ganz natürlicherweise der Wunsch nach einem gemeinsamen Kind, danach, sich gemeinsam auf den Weg in einen neuen unbekannten Lebensabschnitt zu machen.

Zu erleben, wie ein Kind entsteht, es in seiner Entwicklung einfühlsam zu begleiten, bedeutet stets auch eine Begegnung mit uns selbst. Mit dem Blick auf unsere Kinder steigen auch Bilder aus unserer eigenen Kindheit wieder auf – es ist als schauen wir durch die Augen unserer Kinder in uns selbst hinein und begegnen dabei möglicherweise Gefühlen und entdecken vielleicht Zusammenhänge in unserer Familiengeschichte, die uns vorher so nicht bewusst waren. 

Wenn es um den Zeitpunkt für den Nachwuchs geht, ist es in unserer Kultur nahezu selbstverständlich geworden, vorausschauend zu planen und nichts dem Zufall zu überlassen. Und gleichzeitig lässt mit wachsendem Alter das Eintreten einer Schwangerschaft oft länger auf sich warten als gedacht. Vielfältige Belastungen, Unruhe, Stress, ein unregelmäßiger Lebensrhythmus – vieles kann eine Rolle spielen, warum sich der Einzug des neuen Lebens hinauszögern kann.

Was könnte dabei noch von Bedeutung sein?

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Auch innerlich bereit sein, einem neuen Lebewesen das erste Nest vorzubereiten, dazu gehören nicht nur persönliche Reife und Stabilität, sondern auch eine große Portion unbefangener, freudiger Erwartung. Ebenso spielen Gelassenheit und Neugier für das Unbekannte, Beweglichkeit und Offenheit für Neues eine große Rolle – und dies gilt für beide, Frau und Mann. Unter offenen Bedingungen kann das gemeinsame Kind mit größerer Wahrscheinlichkeit empfangen werden.

Wir sind es gewohnt, dass wir für nahezu alles, was wir in unserem Leben anstreben, zunächst einen Kurs, eine Ausbildung, eine Qualifikation nachweisen müssen. Für das „Abenteuer Kind“ gibt es keine Zugangsbeschränkungen. Vielleicht möchten Sie sich gerade deshalb die Frage stellen: Wie könnte ich mich auf Mutter- und auf Vaterschaft ganz individuell und umfassend vorbereiten?

Möglicherweise helfen folgende Überlegungen:

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  • Wie sieht meine eigene Lebensgeschichte aus, was hat mich geprägt – möchte ich in jedem Falle alles anders machen als meine eigenen Eltern? Was habe ich für ein Verhältnis zu meinen eigenen Eltern, zu meiner Familie? Was möchte ich klären?
  • Welche Themen aus meinem bisherigen Leben beschäftigen mich, wirken vielleicht auf mich ein, und was kann ich selbst unternehmen, um diese für mich zu sortieren, um Lösungen zu finden? 
  • Welche eigenen Vorbereitungen kann ich treffen, damit es mir gelingt, mich für eine längere Zeit auf die Bedürfnisse eines hilfebedürftigen kleinen Menschen ganz einzulassen und diese zu erfüllen?

Schwangerschaft und Geburt

Eines ist gewiss: wenn aus der Liebe und Verbundenheit zweier Menschen ein Kind entsteht, ändert sich alles. Es kann sich anfühlen, als stehe die Welt still und alles andere werde nebensächlich. Ob geplant oder unerwartet, wenn sich ein Kind ankündigt, stellen sich werdende Eltern viele Fragen.

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  • Wie werden Schwangerschaft und Geburt verlaufen? Was ist dabei „normal“, was nicht?
  • Wird alles glatt gehen? Wird das Baby gesund sein?
  • Wie wird sich unser Leben als Paar ändern, wie wird das Leben zu dritt sein?
  • Wie können wir uns darauf vorbereiten? Was genau spielt jetzt eine Rolle?

Ganz gleich, welche Fragen Sie beschäftigen – ich biete Ihnen in meiner Praxis die Möglichkeit, für Ihre individuellen Anliegen entsprechend Ihrer persönlichen Situation Antworten zu finden, und kann Sie zum Beispiel unterstützen bei:

Als Therapeutin kann ich Ihnen unterschiedliche Möglichkeiten anbieten, die für Ihre individuelle Lage passen und hilfreich sein können. Und: als Mutter einer 16-jährigen Tochter und eines 20-jährigen Sohnes habe ich viele Situationen in der eigenen Familie erlebt und schöpfe aus meinem eigenen reichen Erfahrungsschatz.

Vom ersten Nest zu den eigenen Flügeln

Jede Phase des Kindesalters ist von unterschiedlichen Bedürfnissen und Herausforderungen geprägt – auf den Seiten der Eltern wie auf der Seite des Kindes und heranwachsenden jungen Menschen. Vieles, wonach Eltern intuitiv im Sinne ihres Kindes förderlich handeln, belegen heute aktuelle Forschungsergebnisse. Kurz gefasst kann gelten: das grundlegende Band, die erste sichere Bindung, bildet die wesentliche Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung des Kindes und sie beginnt schon lange vor der Geburt – spätestens mit dem Einzug des neuen Lebens in den Mutterleib. Eltern können sehr viel dazu beitragen, dass der entstehende kleine Mensch Schutz und Fürsorge von Anfang an erfährt, um unter bestmöglichen Bedingungen heranzureifen und zu wachsen – körperlich und psychisch. So können Kinder ihre Flügel gesund entwickeln, den Flügelschlag erproben und in guter Verbindung zum Nest eines Tages ihren Flug ins eigene Leben starten. Wie das bei kleinen Amseln aussieht, können Sie sich hier anschauen.

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In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen das wunderbare, gut lesbare Buch der Neurobiologin Dr. Nicole Strüber mit dem Titel „Die erste Bindung“ empfehlen. Sie beschreibt auf aktueller Forschungslage, wie Gehirn und Persönlichkeit des Ungeborenen zum einen durch die genetischen Gegebenheiten und zum anderen durch vorgeburtliche und frühkindliche Erfahrungen geprägt werden, auf welchen Wegen transgenerationale Weitergabe geschehen kann, und in welcher Art und Weise Veränderungen im eigenen Leben – bei Kind und Eltern –  erschwert sind oder gelingen können. Sie unterstreicht vor allem die grundlegende Bedeutung früher Bindungserfahrungen für das gesamte weitere Leben. Hier gelangen Sie zur Verlagsseite des Buches.